DJK-Leichtathleten erleben bei den Deutschen DJK-Meisterschaften ein „Hauch von Olympia“

Unter dem Motto „Inspiration, Sport und Begeisterung ging am Pfingstwochenende das 19. DJK-Bundessportfest im fränkischen Schwabach über die Bühne. Insgesamt standen dort 197 Wettkämpfe in 14 Sportarten auf dem Programm. Darunter auch die Leichtathletikwettkämpfe ab der Altersklasse U14, die im Schwabacher Stadion einen Vierkampf absolvierten, während die älteren Athleten in diversen Disziplinen um Edelmetall kämpften. Zehn Hockenheimer Leichtathleten der DJK hatten sich im Vorfeld für dieses alle vier Jahre stattfindende Großereignis qualifiziert, bei dem neben dem Sport auch Abendveranstaltungen mit diversen Musikgruppen, eine Sport und Spielmeile auf dem Schwabacher Marktplatz, sowie einen Gottesdienst mit dem Bischof der gastgebenden Diözese Eichstätt geboten wurde. 

 
Zum Foto: Die beiden erfolgreichen Staffeln: Vordere Reihe: Lucy Osztfalk (von links), Annika Krämer, Paulina Schultz und Emily Schulz. Hintere Reihe: Noah Montag (von links), Christian Klee, Nico Kief und Noah Burgert
 
Gleich am frühen Samstagmorgen gab es für die Hockenheimer einen Auftakt nach Maß. Annika Krämer (Frauen) und Lucy Osztfalk (WJU20) lieferten über 5000 Meter ein tolles Rennen ab. Annika Krämer überquerte in neuer persönlicher Bestzeit in 21:23,19 Minuten die Ziellinie, dicht gefolgt von Lucy Osztfalk in 21:35,85 Minuten. Beide Athletinnen erreichten in ihren Altersklassen den zweiten Platz und durften die Silbermedaille in Empfang nehmen. Auch Nico Kief (MJU20), der bereits beim Bundessportfest 2018 in Meppen erfolgreich Medaillen sammelte, hatte zu diesem frühen Zeitpunkt den ersten Wettkampf begonnen. Beim Kugelstoßwettbewerb konnte der Abiturient die 6 Kilogramm schwere Kugel auf Bronze stoßen. Eine weitere bronzene Medaille gesellte sich am nächsten Tag beim Weitsprung dazu. 
Allroundtalent Noah Montag holt fünf Medaillen
In der Altersklasse U16 startete am Samstag noch Noah Montag (M14) in gleich vier Disziplinen voll motiviert ins Wettkampfgeschehen. Mit dem Weitsprung tags darauf verbuchte der für die DJK Hockenheim startende Ketscher am Ende gleich fünf Medaillen. Der Sprint über die Hürden läutete seinen Platz auf dem Podium in Serie ein. In neuer persönlicher Bestzeit (12,81 Sekunden) finishte er die 80 Meter über die Hindernisse als Zweiter. Auch die 100 Meter schaffte Noah Montag in neuer Bestzeit und holte sich hier die Bronzemedaille ab. Der Hochsprung am Mittag geriet dann zum Krimi. Bis zu seiner persönlichen Bestleistung (1,60 Meter) hatte Noah Montag keinen Fehlversuch, während sein stärkster Konkurrent aus Aschaffenburg schon vorher bei einigen Höhen mehrere Anläufe benötigte. Aber als die Latte auf 1,60 Meter lag, brauchte Montag die kompletten drei Versuche, während der Konkurrent diese Höhe beim ersten Versuch übersprang. Doch der DJK-Athlet bewies Nervenstärke und sprang dann die 1,63 Meter als einziger auf Anhieb. Mit dieser dritten persönlichen Bestleistung des Tages hatte er die Goldmedaille gewonnen und darf sich Deutscher DJK-Meister im Hochsprung der Altersklasse M14 nennen. Beim Weitsprung am nächsten Tag gewann das Allroundtalent mit 5,02 Meter eine weitere Medaille in Silber. Zusammen mit Christian Klee, Nico Kief und Noah Burgert lief Noah Montag als Jüngster dann noch bei der 4 x100 Meter-Staffel der männlichen Jugend U20 mit, bei der sich das DJK-Quartett mit drei schnellen Wechseln in 48,20 Sekunden die Silbermedaille erkämpfte. Sprint-Ass Christian Klee, genau wie Nico Kief bereits in Meppen vor vier Jahren erfolgreich, hatte vor der Staffel auch schon eine Medaille in der Tasche. Über 100 Meter (11,67 Sekunden) wurde der Hockenheimer Dritter. Mit einer weiteren Bronzemedaille über 200 Meter der Altersklasse MJU20 (23,52 Sekunden, in neuer Bestzeit heimste Klee somit für alle seine Starts Edelmetall ein. Am zweiten Wettkampftag stiegen dann noch die zwei Vierkämpfer Tim Seifert und Julian Könn (beide M13) ins Wettkampfgeschehen ein. Die beiden DJK-Athleten nahmen das Motto des Bundessportfestes “Inspiration und Begeisterung“, dass ihre Vereinskameraden bereits vorlebten, ebenfalls ernst und lieferten einen bemerkenswerten Wettkampf ab. Nach dem 75-Meter-Lauf, den Tim Seifert auf Rang 2 (10,73 Sekunden) und Julian auf Rang 3 (10,86 Sekunden in neuer Bestzeit) beendete und den Weitsprung, den Julian Könn als bester Springer (4,49 Meter) für sich verbuchte, brachte der Ballwurf weitere wertvolle Punkte. Tim Seifert steigerte sich hier auf 50 Meter, da konnte keiner seiner Konkurrenten nur annährend mithalten. Vor dem abschließenden Hochsprung durfte das DJK-Duo aufgrund ihrer super Leistungen in den ersten drei Disziplinen schon mal mit Edelmetall liebäugeln. Aber abgerechnet wird eben erst zum Schluss. Deswegen herrschte dann auch Hochspannung an der Sprunganlage, wobei der Wettkampf wegen eines Wolkenbruchs noch kurz unterbrochen wurde. 
Tim Seifert und Emily Schulz Deutsche DJK-Meister
Die zwei Hockenheimer ließen sich dadurch nicht beirren. Julian Könn war mit 1,34 Meter drittbester Springer, gefolgt von Tim Seifert, der die gleiche Höhe in neuer Bestleistung sprang. Julian Könn hatte damit Bronze sicher, während es bei Tim Seifert um Gold oder Silber ging, je nachdem welche Höhe der letzte verbliebene Konkurrent der DJK Freigericht Neuses schaffen würde. Da Tim Seifert einen komfortablen Punktevorsprung durch den sensationellen Ballwurf herausgeholt hatte, konnte sein Widersacher mit den am Ende gesprungenen 1,38 Metern nicht mehr kontern. So wurde Tim Seifert Deutscher DJK- Meister im Vierkampf und hat nun auch die begehrte Kadernorm in der Tasche. Den dritten Titel für die DJK Hockenheim gewann dann Emily Schulz. Die Dreispringerin startete in Schwabach beim Weitsprung, da in diesem Jahr beim Bundessportfest kein Dreisprungwettbewerb ausgetragen wurde. Mit 5,13 Metern war sie aber auch beim Weitsprung die beste Springerin der Altersklasse WJU20 und nahm die Goldmedaille für ihre grandiose Leistung in Empfang. Zu guter Letzt am späten Sonntagnachmittag holte Paulina Schultz (WJU18) die letzte Medaille für Hockenheim. Im Speerwurf konnte sie die zweitbeste Weite in ihrer Altersklasse werfen und damit Silber gewinnen. Für diese Platzierung wurde Paulina Schultz dann auch postwendend vom DJK-Bundesverband für den Länderkampf im österreichischen Klagenfurt rekrutiert. Somit hatten alle zehn Hockenheimer Teilnehmer mindestens eine Medaille im Gepäck, als am späten Sonntagnachmittag die Heimreise angetreten wurde. „Es war ein perfektes Wochenende, mit einem tollen Mannschaftsgefühl. Das gemeinsame Übernachten und das Rahmenprogramm vor Ort, mit allen Athleten die ihr Bestes gaben und sich gegenseitig anfeuerten, da wegen Corona nur wenige Zuschauer vor Ort sein konnten, machte das DJK-Bundessportfest wieder zu einem Saisonhighlight, das man so schnell nicht vergisst“, waren sich die DJK-Athleten und das Trainerteam einig.
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